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Investieren statt Geld ausgeben

Baumeisterverband für zweite Gotthard-Röhre
Zufahrt Gotthard-Tunnel (Archivbild). (ex-press.ch)
Markus Forte
Zürich - Der Schweizerische Baumeisterverband will am Gotthard investieren statt Geld ausgeben. Deshalb befürwortet er in seiner Vernehmlassung zum Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet (STVG) den Bau einer zweiten Gotthardröhre ohne Kapazitätsausweitung.
Für die auch vom Bundesrat bevorzugte Variante zur Sanierung der bestehenden Tunnelröhre sprechen wirtschaftliche, ökologische und sicherheitstechnische Gründe.

Der Bau einer zweiten Strassenröhre und die anschliessende Sanierung der bestehenden Röhre kosten zwar insgesamt rund eine Milliarde Franken mehr als eine komplette Sperrung des Gotthardtunnels. Angesichts des Zusatznutzens, welche eine zweite Röhre betreffend Verfügbarkeit und Sicherheit bietet, lohnt sich die Mehrinvestition in vielfacher Hinsicht. Dank dem Bau einer zweiten Röhre kann insbesondere das Sicherheitssystem des Tunnels entscheidend verbessert werden. In den letzten zehn Jahren waren sämtliche Unfälle mit Todesfolge ausschliesslich auf Frontalkollisionen zurückzuführen.

Eine Vollsperrung wäre auch ökologisch bedenklich

Die weiteren zur Diskussion stehenden Varianten erachtet der Baumeisterverband als ungeeignet. Eine mehrjährige Vollsperrung - ob mit oder ohne kurze Sommeröffnung - würde die Wirtschaft in den Gotthardkantonen Tessin und Uri massiv belasten. Eine Vollsperrung wäre auch ökologisch bedenklich. Der Ausweichverkehr würde in Graubünden und im Wallis zu massiv höheren Verkehrs- und Schadstoffbelastungen führen.

Die verschiedenen Vollsperrung-Varianten hätten dagegen keinen volkswirtschaftlichen Mehrwert, zumal die Anlagen für den Bahnverlad nach Abschluss der Sanierung wieder abgebrochen werden müssten.

Der Baumeisterverband hat in der Vernehmlassung ebenfalls festgehalten, dass er das Finanzierungsmodell des Bundesrats begrüsst. Dieses sieht vor, die Sanierung durch die Spezialfinanzierung Strassenverkehr (SFSV) bzw. den am 30. Januar 2013 angekündigten Fonds zur Finanzierung der Nationalstrassen zu finanzieren.

(li/pd)
publiziert: Freitag, 19. April 2013 / 15:22 Uhr , aktualisiert: Freitag, 19. April 2013 / 15:24 Uhr

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