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Implenia bekräftigt den Teilausschluss von Laxey

Implenia hat seine Abwehrhaltung bekräftigt. / implenia.com
Zürich - Der Baukonzern Implenia bekräftigt nach dem Einstieg des britischen Hedgefonds Laxey seine Abwehrhaltung. Den Entscheid, wegen der Lex Koller nur einen Anteil von 4,9 Prozent einzutragen, will Implenia «mit allen Mitteln» durchsetzen.
Dies gelte auch für einen allfälligen ausländischen Käufer des Laxey-Paketes, schreibt die Konzernführung in einem heute veröffentlichten Aktionärsbrief.

Denn bei einer wesentlichen Einflussnahme durch ausländische Eigner würde Implenias Immobilien-Projektentwicklungsgeschäft wegen der Lex Koller «akut gefährdet». Das Bundesgesetz schränkt den Erwerb von Grundstücken durch Ausländer ein.

Zwei Forderungen

Für den Fall eines ausländischen Übernahmeangebotes stellt Implenia zwei Forderungen: Die Aktionäre müssen für den Wert von Implenia einschliesslich des Immobilien-Projektentwicklungsgeschäft voll entschädigt werden. Und allen Aktionären muss derselbe Preis geboten werden.

Von den Bedingungen für einen vollumfänglichen Eintrag ausländischer Eigner im Aktienbuch werde die Konzernführung nur abweichen, wenn die Generalversammlung beschliesse, den entsprechenden Statutenartikel zu streichen.

Laxey hatte im April bekannt gegeben, 22,9 Prozent der Aktien von Implenia erworben zu haben. Implenia trug davon wegen der Lex Koller mit Verweis auf die Statuten nur 4,9 Prozent ein.

Zwei Gespräche mit Vertretern von Laxey hätten inzwischen immer noch keine Klarheit über die Absichten des Hedgefonds gebracht. Laxey wolle Implenia eine Strategieänderung aufzwingen und damit die eigenen Sonderinteressen durchdrücken, heisst es im Aktionärsbrief.

(bert/sda)
publiziert: Freitag, 8. Juni 2007 / 08:37 Uhr , aktualisiert: Freitag, 8. Juni 2007 / 08:38 Uhr

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