Unternehmen suchen

Baumeisterverband bleibt bei Economiesuisse

Gerold Bührer, zukünftiger Präsident von Economieswiss, trägt die Reformen mit. / parlament.ch
Zürich - Das Zerwürfnis führt nicht zum Bruch: Trotz der harten Kritik an Economiesuisse bleibt der Baumeisterverband Mitglied beim Wirtschaftsdachverband.
Economiesuisse sei bereit, die erkannten Mängel zu korrigieren.

Dies hätten die Gespräche gezeigt, die die Spitze des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) in den letzten Wochen mit Economiesuisse geführt habe, teilte der Baumeisterverband in einem Communiqué mit: «Der Reformwille innerhalb von Economiesuisse wird auch von seinem zukünftigen Präsidenten Gerold Bührer bestätigt.»

Künftig werde man sich im Wirtschaftsdachverband auf Themen konzentrieren, die politisch relevant und für die Wirtschaft von Bedeutung seien, sagte SBV-Präsident Werner Messmer auf Anfrage. Zudem bereite nicht mehr irgendein kleiner Stab des Wirtschaftsdachverbandes die Entscheide alleine vor, sondern in Absprache mit den Mitgliedsverbänden.

Auch werde es nicht mehr nur eine Einheitsparole bei Economiesuisse geben, unabhängig davon, wie die Meinungsverhältnisse der Mitglieder gewesen seien. Neu sollen bei massgeblichen Abweichungen die unterschiedlichen Meinungsverhältnisse bekannt gegeben werden.

Einseitigkeit

Im Frühjahr hatte sich Economiesuisse gegen Parallelimporte ausgesprochen und damit einseitig die Interessen der Pharmaindustrie vertreten. Dies war nicht nach dem Geschmack anderer Branchenverbände.

Überdies konnte der Baumeisterverband eine Senkung seines Mitgliedsbeitrags bei Economiesuisse durchsetzen. Diese neue Situation habe es dem SBV-Zentralvorstand erlaubt, die Mitgliedschaft bei Economiesuisse aufrecht zu erhalten, hiess es weiter.

Kehrtwende

Damit vollziehen die Baumeister eine Kehrtwende und nutzen die Hintertüre, die ihnen die Delegiertenversammlung vom vergangenen Mai offen gelassen hatte. Denn im Grundsatz hatten die Delegierten im Mai einstimmig und ohne Gegenvotum den SBV-Zentralvorstand ermächtigt, den Austritt per Ende Jahr zu erklären.

Mit dem Verbleib bei Economiesuisse «bekennt sich der SBV zur Notwendigkeit, dass die Schweizer Wirtschaft in politisch relevanten Fragen möglichst geschlossen und effizient auftritt», schreiben die Baumeister.

(fest/sda)
publiziert: Dienstag, 24. Oktober 2006 / 10:42 Uhr , aktualisiert: Dienstag, 24. Oktober 2006 / 13:36 Uhr

Lesen Sie hier mehr zum Thema

economiesuisse kann Mitglieder halten

Zürich - Die Schweizer Wirtschaft bleibt unter dem Dach von economiesuisse vereinigt. Als Folge einer Strategiereform und damit verbundener Einsparungen haben Swissmem und der Baumeisterverband ihre im Vorjahr eingereichte Kündigung definitiv zurückgezogen.
weiterlesen
Überblick über die Entwicklung des Bauhauptgewerbes

Mobile App «BauFakten»

«BauFakten» verschafft durch einfache Visualisierung der Daten einen raschen Überblick über die Entwicklung des Bauhauptgewerbes und der ganzen Bauwirtschaft.
weiterlesen
Lohnverhandlungen erfolglos

Kein Lohnabschluss 2018 im Bauhauptgewerbe

Der Schweizerische Baumeisterverband und die Gewerkschaften Unia und Syna haben bei den Verhandlungen über den Lohn 2018 für das Baustellenpersonal keine gemeinsame Lösung gefunden. Trotz unsicheren Marktaussichten und ständig abnehmenden Margen legte der Baumeisterverband den Gewerkschaften ein faires Angebot vor: Eine individuelle Erhöhung der Effektivlöhne um 0,5 Prozent sowie eine Erhöhung sämtlicher Mindestlöhne um 0,3 Prozent.
weiterlesen
Collaboration - Alle zusammen oder jeder für sich?

SWISSBAU 2018

Vom 16. bis 20. Januar findet in Basel die Swissbau 2018 statt. Zum ersten Mal überhaupt steht sie unter einem übergeordneten Motto. So heisst es im Januar «Collaboration - alle zusammen oder jeder für sich?». Im Zentrum steht die Digitalisierung, mit all ihren Facetten und Herausforderungen für die Baubranche.
weiterlesen
Kostengünstige Wärmeversorgung mit Geothermie

Erdwärme - erneuerbare Energie mit Zukunft

Im Mai 2017 wurde der Energiestrategie 2050 die Zustimmung erteilt. Das bedeutet mehr Chancen für eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein breiterer Umstieg auf Erdwärme bringt eine bessere Technologie und folglich eine gründlichere und kostengünstigere Ausnutzung dieser Energie mit sich.
weiterlesen
Dämmplattenhersteller

Franzosen kaufen Schweizer Pavatex

Cham ZG - Der Schweizer Dämmplattenhersteller Pavatex wird vom französischen Unternehmen Soprema aufgekauft. Die Soprema-Gruppe erwarb 100 Prozent der Aktien der in Cham ZG domizilierten Traditionsfirma. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
weiterlesen
Positive erste vier Monate

Hilti rechnet mit deutlichem Umsatzanstieg

Schaan FL - Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung in den ersten vier Monaten 2016 erwartet der Liechtensteiner Hilti-Konzern für 2016 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes. Harzig laufen allerdings weiterhin die Geschäfte in Lateinamerika.
weiterlesen
Sika-Streit

Sika-Aktionäre lehnten Vergütung für Verwaltungsrat ab

Baar ZG - Die Verwaltungsräte des Bauchemiekonzerns Sika haben im vergangenen Jahr gratis gearbeitet. Die Aktionäre lehnten an der Generalversammlung am Dienstag die Auszahlung der Löhne mit rund 66,46 Nein-Stimmen ab.
weiterlesen
Streit nimmt kein Ende

Sika-GV im Zeichen des Übernahmekampfs

Baar ZG - Fünf statt 53 Prozent: Die Erben von Sika-Gründer Kaspar Winkler können auch an dieser Generalversammlung nicht ihr gesamtes Stimmgewicht in die Waagschale werfen. Der Verwaltungsrat des Bauchemieherstellers beschränkt erneut deren Stimmkraft.
weiterlesen
Umsatz um 6,6 Prozent höher

Sika legt weiteres Rekordquartal hin

Baar ZG - Vor dem neuerlichen Showdown an der (heutigen) Generalversammlung glänzt der Bauchemie-Konzern Sika erneut mit einem Rekordquartal. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal um 6,6 Prozent - wegen des Wachstums und weil sich die Währungssituation günstiger entwickelte.
weiterlesen
Elf prozentige Gewinnsteigerung

Elektroinstallationsgruppe Burkhalter verdient 2015 mehr

Zürich - Die Elektroinstallationsgruppe Burkhalter hat im vergangenen Jahr mehr verdient: Unter dem Strich blieben 35 Millionen Franken übrig, rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr.
weiterlesen