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Baumeister fordern flexiblere Arbeitszeiten

Der SBV halte nichts von der Forderungen. (EQ Images) / E.T. Studhalter
Bern - Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) fordert flexiblere Arbeitszeiten auf dem Bau, damit Arbeiter an Hitzetagen nicht in sengender Sonne arbeiten müssen.
Der SBV halte nichts von der Forderungen der Gewerkschaften nach neuen staatlichen Eingriffen zum Schutz der Bauleute, stellte der SBV-Zentralpräsident und Thurgauer FDP-Nationalrat Werner Messmer an einer Medienkonferenz in Bern klar.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) hatten im Hitzesommer 2003 unter anderem gefordert, Hitzetage seien den Frost- und Schlechtwettertagen gleichzustellen und in die Schlechtwetterentschädigung der Arbeitslosenversicherung aufzunehmen.

Daraus lasse sich ein Anspruch auf Arbeitseinstellung ableiten, sagte Messmer. Diese Lösung lehne der SBV als zu schematisch ab. Stattdessen fordert der Verband flexiblere Tages- und Wochenarbeitszeiten während Hitzeperioden.

Dieser Fordrung stünden jedoch Hindernisse im Weg: So betrage im Landesmantelvertrag der Baubranche die Wochenarbeitszeit zwingend zwischen 37,5 und 45 Stunden, eine Verteilung auf sechs Arbeitstage komme nur in Ausnahmefällen in Frage.

Zudem richteten sich die Arbeitszeiten nach einem fixen betrieblichen oder regionalen Arbeitszeitkalender. Wolle ein Unternehmen davon abweichen, bedeute dies einen hohen Administrativaufwand.

Die Baumeister fordert deshalb die Möglichkeit, dass die Arbeitszeit in Ausnahmefällen rasch und flexibel an die betrieblichen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Im Rahmen einer Aufklärungskampagne will der SBV zudem in den kommenden Monaten seine rund 3000 Mitglieder und deren Angestellte über das richtige Verhalten bei Hitze informieren.

(bsk/sda)
publiziert: Dienstag, 23. März 2004 / 18:24 Uhr , aktualisiert: Dienstag, 23. März 2004 / 18:22 Uhr
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