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Arbeitskonflikt im Bauhauptgewerbe beendet

Sozialpartner einigen sich auf einen Kompromiss
Bern - Im Lohnkonflikt des schweizerischen Bauhauptgewerbes wird es nicht zu einem offenen Schlagabtausch kommen. Unter der Vermittlung des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) haben sich die Sozialpartner auf Freitag auf einen Kompromiss geeinigt.
An einer Medienkonferenz unter der Leitung von Bundesrat Pascal Couchepin erläuterten die Vertreter der Gewerkschaften GBI und Syna sowie der Präsident des Baumeisterverbandes, Heinz Pletscher, sowie seco-Vertreter Jean-Luc Nordmann am Freitag in Bern die wichtigsten Punkte der «Einigung der letzten Minute».
Die in extremis zustande gekommene Einigung sieht eine generelle Erhöhung der Effektiv- und Mindestlöhne um 100 Fr. monatlich ab 1. Juli 2000 vor. Die ersten sechs Monate des Jahres sollen durch eine Pauschalzahlung abgegolten werden.
Im Gegenzug sagten die Gewerkschaften ja zu einer flexibleren Ausgestaltung der Gleitstundenregelung, wenn besondere betriebliche oder regionale Verhältnisse dies erfordern. Den betroffenen Arbeitnehmern steht dabei ein Mitspracherecht nach Landesmantelvertrag zu.
Die Gewerkschaften erklären sich bereit, die Kündigung des Landesmantelvertrages zurückzuziehen und künftig auch über einen flexiblen Teil der Lohnerhöhung zu verhandeln. Der Landesmantervertrag im Bauhauptgewerbe gilt bis zum 31. März 2001. Spätestens im Sommer 2001 sollen die Verhandlungen über ein neues Vertragswerk aufgenommen werden.
(klei/sda)
publiziert: Donnerstag, 16. März 2000 / 11:43 Uhr , aktualisiert: Donnerstag, 16. März 2000 / 11:43 Uhr
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