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Aachener Dom war einst rot verputzt

Sanierungsarbeiten am Aachener Dom. / aachendom.de
Aachen - Der Aachener Dom war nach neuesten Forschungsergebnissen zur Zeit Karls des Grossen (747-814) rot verputzt. Zum ersten Mal konnte nachgewiesen werden, dass der Dom grossflächig verputzt war, sagte die Bauforscherin Ulrike Heckner.
Die Färbung sei durch die Beigabe von rotem Ziegelmehl in den Mörtel erreicht worden, sagte die Expertin vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege in Aachen. Die Sanierung des 1200 Jahre alten, heute unverputzten Mauerwerks wird von Forschungsarbeiten der Denkmalpfleger flankiert.

Der Aachener Dom hat in einem kräftigen Rot dagestanden - eine kaiserliche und imperialistische Farbe, sagte Heckner. Reste dieses Putzes hätten die Fachleute bei ihrer Bestandsaufnahme von rund 60 000 einzelnen Steinen am Kernbau, dem Oktogon, gefunden. Bei den Arbeiten seien Material, Schäden und Baualter untersucht und in farbig angelegten Plänen dokumentiert worden.

Forschungsergebnisse am Kuppelbau stellen die Fachleute vor Rätsel: Karls Bauherren müssen vor 1200 Jahren bei der Konstruktion des mächtigen Baus über Statikkenntnisse nach heutigem Stand verfügt haben.

Damit die 30 Meter hohe Kuppel das unterliegende Mauerwerk nicht auseinanderdrückte, legten sie am Kuppelansatz drei Ringverankerungen an. Nach jetzigen Erkenntnissen sei das der erste grosse bekannte Ringanker in einem europäischen Bauwerk.

Neue statische Berechnungen bewiesen eine präzise Dimensionierung und Positionierung. Diese Bauweise müsse sich auf ein Wissen stützen, von dem heute nicht bekannt sei, wo es herkomme, sagte die Bauforscherin Heckner. Die Römer schieden als Wissensträger aus: Die hätten bei ihren Kuppelbauten keine Ringanker verwendet.

(bert/sda)
publiziert: Montag, 27. Oktober 2003 / 17:57 Uhr , aktualisiert: Montag, 27. Oktober 2003 / 17:58 Uhr
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