Kritik der Erbenfamilie
Verantwortlichkeitsklage gegen drei Sika-Verwaltungsräte
publiziert: Freitag, 15. Mai 2015 / 22:41 Uhr
Zuviel Geld verschwendet?
Zuviel Geld verschwendet?

Baar ZG - Die Schenkler-Winkler Holding, über welche die Erbenfamilie ihre Anteile an Sika hält, klagt gegen drei Verwaltungsräte des Baustoffherstellers. Die Verantwortlichkeitsklage richtet sich gegen Monika Ribar, Christoph Tobler und Ulrich Suter.

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Andreas Durisch, der Sprecher der Schenkler-Winkler Holding (SWH), bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung». Über Klagen gegen weitere Mitglieder des Verwaltungsrates werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, hiess es dazu weiter.

Begründet werden die Klagen gegen die Verwaltungsräte mit der Kampagne, welche der Sika-Verwaltungsrat gegen den Verkauf des Aktienpakets des SWH führe. Der Sika-Verwaltungsrat gebe dafür unverhältnismässig viel Geld aus, um gegen den eigenen Ankeraktionär vorzugehen.

Wie an der Generalversammlung der Sika ausgeführt wurde, hat der Kampf gegen den Verkauf der heute von der SWH gehaltenen Kontrollmehrheit das Unternehmen bisher 5,7 Mio. Fr. gekostet. Stattgefunden hat die Versammlung Mitte April, so dass die angefallenen Kosten mittlerweile noch höher sein dürften.

Von Seiten der SWH ist bei der Begründung der Verantwortlichkeitsklage davon die Rede, dass die Abwehrkampagne des Verwaltungsrates ohne Rücksicht auf die Interessen der Sika und ihrer Aktionäre geführt werde. Dabei würden Methoden angewandt, die gegen die Statuten und das Gesetz verstossen würden.

Vor den Friedensrichter

In einem ersten Schritt wird der Friedensrichter nun versuchen müssen, den Streit zu schlichten. Schon bei der Klage um die Gültigkeit der Beschlüsse der vergangenen Generalversammlung war unlängst allerdings ein Vermittlungsversuch des Friedensrichters erfolglos geblieben.

Die Erbenfamilie Burkard hatte im Dezember bekannt gegeben, ihr Aktienpaket an Sika, das bei einem Kapitalanteil von 16 Prozent 52 Prozent der Stimmenanteile umfasst, zu verkaufen. Der französische Konzern Saint-Gobain ist bereit, dafür 2,75 Milliarden Franken zu zahlen, was gegenüber dem Börsenwert von Sika einem happigen Aufpreis entspricht.

Gegen die Verkaufspläne wehren sich der Sika-Verwaltungsrat und das Sika-Management sowie Minderheitsaktionäre. Entschieden werden dürfte der Konflikt schliesslich auf dem juristischen Parkett - mittlerweile sind mehrere verschiedene Klagen hängig.

Neben Ribar, Tobler und Suter, gegen die nun eine Verantwortlichkeitsklage eingereicht wurde, gehören dem Verwaltungsrat auch Paul Hälg, Urs Burkard, Frits van Dijk, Willi Leimer, Daniel Sauter und Jürgen Tinggren an.

Dabei vertritt Burkard die Interessen der Erbenfamilie, während van Dijk offizieller Vertreter der Inhaberaktionäre, sprich aller Minderheitenaktionäre, ist.

Die übrigen Verwaltungsratsmitglieder gelten gemäss Einladung zur letzten Generalversammlung als unabhängig - sechs von ihnen haben sich aber öffentlich gegen den Verkauf der Sika-Kontrollmehrheit an Saint-Gobain gestellt. Neben Verwaltungsratspräsident Hälg waren dies Ribar, van Diijk, Sauter, Suter und Tobler.

(bert/sda)

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