Gewinneinbruch bei Implenia
publiziert: Donnerstag, 1. Sep 2011 / 07:54 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Sep 2011 / 17:24 Uhr
Bau Infra habe mit einer schwierigen Margensituation zu kämpfen.
Bau Infra habe mit einer schwierigen Margensituation zu kämpfen.

Bern - Der Baukonzern Implenia hat im ersten Halbjahr 2011 seinen Umsatz bei 1,08 Mrd. Fr. leicht über der Vorjahresperiode halten können. Wegen dem unbefriedigenden Geschäftsgang in der Sparte Bau Infra brach der Reingewinn aber um 66 Prozent auf 4,2 Mio. Franken ein.

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Obwohl der Umsatz um 2,1 Prozent auf 1,085 Mrd. Fr. stieg, schrumpfte der Betriebsgewinn gut ein Drittel auf 12,3 Mio. Franken, wie Implenia am Donnerstag bekannt gab. Unter dem Strich verdiente der Konzern gerade noch 4,2 Mio. Franken. Das sind zwei Drittel weniger als vor einem Jahr, als schliesslich 12,5 Mio. Fr. in der Kasse lagen.

Das Konzernergebnis sei bescheiden, sagte Implenia-Chef Hanspeter Fässler vor den Medien am Hauptsitz in Dietlikon ZH. Man habe mehr erwartet.

Preisschlacht

Voll im Gegenwind stand der Konzernbereich Bau Infra, der Strassen-, Hoch- und Tiefbauprojekte durchführt sowie auch im Ingenieurtiefbau und Spezialtiefbau tätig ist. Trotz des guten Wetters fiel der Umsatz um 4,4 Prozent auf 511,4 Mio. Franken. Der Betriebsverlust verdoppelte sich sogar beinahe auf 12,8 Mio. Franken.

Die Gründe für das enttäuschende Ergebnis in der Bauproduktion lägen einerseits in einer Anzahl von Projekten, die unter den Erwartungen abgeschlossen hätten. Weiter sei der harte Preiskampf besonders in Zürich, Bern und Basel ausgeprägt, wo man kaum noch gewinnbringend bauen könne, erklärte Infra-Chef Arturo Henniger.

Trotz reger Bautätigkeit herrsche leider nicht eitel Sonnenschein, sagte Fässler: «Die Sonne scheint auf der Volumenseite, aber sie wirft lange Schatten auf der Preisseite.» Die Verkaufspreise und die Gewinne würden von Quartal zu Quartal schlechter. Die Preisbildung funktioniere nicht mehr nach dem Grundprinzip von Angebot und Nachfrage.

Entlassungen

Zudem musste Implenia Verluste auf zwei Grossbaustellen in Zürich verkraften, die schlecht organisiert waren. Ein Baustellenleiter sei deshalb nicht mehr bei Implenia, sagte Henniger dazu.

Der Konzern reagierte mit Entlassungen von 55 Festangestellten und dem Abbau von 168 Temporärmitarbeitern auf die Lage in Zürich, Bern und Basel. Weil der Geschäftsgang in anderen Konzernbereichen gut war, wurden dort 78 Bauarbeiter neu fest angestellt.

(asu/sda)

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