Kostengünstige Wärmeversorgung mit Geothermie
Erdwärme - erneuerbare Energie mit Zukunft
publiziert: Dienstag, 10. Okt 2017 / 17:39 Uhr

Im Mai 2017 wurde der Energiestrategie 2050 die Zustimmung erteilt. Das bedeutet mehr Chancen für eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein breiterer Umstieg auf Erdwärme bringt eine bessere Technologie und folglich eine gründlichere und kostengünstigere Ausnutzung dieser Energie mit sich.

Bohrung einer Erdwärmesonde
Bohrung einer Erdwärmesonde
Die gewonnene Heizenergie aus geothermischen Quellen stieg zwischen den Jahren 2004 und 2016 um 168 Prozent. 2016 betrug in der Schweiz die Gesamtzahl 3'726 Gigawattstunden, also bereits runde 4 % der benötigten Raumwärme landesweit. Erzeugt wurde diese Energie überwiegend durch Wärmepumpen. Einsparen liessen sich 255'000 Tonnen Erdöl, was 800'000 Tonnen weniger CO2 mit sich brachte.

Unabhängig durch Erdwärme

Kaum ein anderes Land ist in diesem Punkt so fortschrittlich wie die Schweiz. Erdwärme als ständig verfügbare Energie macht zudem vom Wetter unabhängig, Schwankungen wie bei Windkraft oder Solarenergie entstehen nicht. Zur Gewinnung von Geothermie werden mehrere Wege genutzt. Teils gelangt die Wärme auf natürlichem Wege an die Oberfläche, teils wird dank Wärmetechnologie wie Sonden und Körbe diese wertvolle Energie gewonnen. Mit zunehmender Bohrtiefe steigt die Temperatur, zehn Meter unter der Oberfläche beträgt sie 11 - 12 Grad. Pro 100 m Tiefe kommen jahreszeitlich unabhängig etwa 3 Grad hinzu.

Kostengünstig mit rascher Amortisation

Geothermie ist eine kostengünstige Wärmequelle. Auch wenn die Investitionskosten noch höher liegen als bei einer herkömmlichen Heizung, amortisiert sich die Anschaffung rasch. Energieverluste bei der Versorgung treten kaum auf. Kosten für Lagerung und Transport entfallen. Dazu kommt die Effizienz der Geothermie. Nach einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme wird aus einer Kilowattstunde Strom viermal so viel Energie produziert wie bei Heizöl. Je nach kantonalen und regionalen Stromkosten hat sich die Anschaffung einer geothermischen Anlage bereits nach zehn Jahren bezahlt gemacht.

Kosten der Erdwärme

Beachtet werden müssen bei der Aufstellung einer Wärmepumpenanlage geologische Gegebenheiten und der Grundwasserschutz.

Tipp: Klären Sie im Vorfeld ab, ob eine kantonale Genehmigung für Bauvorhaben in Ihrer Region in der Regel erteilt wird.

Sind alle formalen Anforderungen geklärt, stellt sich die Kostenfrage. Die Sonde kostet in der Regel unter 100 Franken, dazu kommen pro Meter notwendiger Bohrung runde 160 Franken sowie Installationskosten. Mit einer Kostensteigerung ist zu rechnen, wenn nicht nur die Heizung, sondern auch die Aufbereitung von Warmwasser durch Erdwärme erfolgen soll. Bei einer durchschnittlichen Gebrauchsdauer der Pumpe von rund 20 Jahren und 50 Jahren für die Erdsonde gleich sich jedoch dieser Kostenfaktor schnell aus. Dazu kommt die Möglichkeit, kantonale Fördermittel zu erlangen sowie überschüssige Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen.

(ps)

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