BASF verkauft Schweizer Tochterfirmen
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 16:57 Uhr
BASF will das Kerngeschäft stärken.
BASF will das Kerngeschäft stärken.

Ludwigshafen/Winterthur ZH/Schaffhausen - Weil der Bausektor kriselt, baut der deutsche Chemiekonzern BASF sein Geschäft in Europa um. Davon betroffen sind insgesamt etwa 400 Arbeitsplätze in der Bauchemiesparte. Auch in der Schweiz sollen zwei Tochterfirmen verkauft werden.

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BASF will das Kerngeschäft stärken und trennt sich deshalb von Unternehmen, mit denen wenig Synergien bestehen. Laut einer Medienmitteilung vom Donnerstag plant der Konzern, sich auch von der Winterthurer Meyco zu trennen, die Betonspritzmaschinen für den Bau unter Tage produziert.

Meyco beschäftigt rund 40 Personen, wie eine BASF-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Das Ziel sei, durch den Verkauf den Standort und die Arbeitsplätze in Winterthur zu erhalten.

Gleiches gelte für die Sportböden-Herstellerin Conica in Schaffhausen, deren Verkauf bereits im März angekündigt worden war. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Diese Jobs zählt BASF aber nicht zu den nun kommunizierten 400 betroffenen Arbeitsplätzen.

Konkrete Zahlen zu den Verkaufspreisen gab BASF nicht bekannt. Der Umbau soll bis Ende des ersten Quartals 2013 abgeschlossen sein.

Schwierige Situation im Süden Europas

In Deutschland gehen rund 70 Jobs verloren. Hauptgrund für die Umstrukturierungen sei vor allem die schlechte Wirtschaftslage in Südeuropa, teilte BASF mit. In Portugal und Spanien sei die Bautätigkeit seit dem Platzen der Immobilienblase um rund 50 Prozent, in Griechenland wegen der Schuldenkrise um mehr als 60 Prozent zurückgegangen.

In Italien sei die Baukonjunktur 2012 ebenfalls schwach. Auch in Grossbritannien seien die Investitionen seit 2008 rückläufig. Hier werde man die Bauchemie-Sparte auf «attraktive Geschäftsfelder und Kunden konzentrieren», schreibt BASF.

Unzufrieden ist der weltweit grösste Chemiekonzern auch mit der Bautätigkeit in Osteuropa. Aus diesem Grund wolle man sich künftig auf die Kernmärkte Polen, Tschechische Republik und Slowakei fokussieren und in anderen Ländern die Produktion effizienter machen.

(bert/sda)

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